Wer weiß eigentlich, was sich hinter den Begriffen Picnik, Urchin oder Social Graph API verbirgt? Richtig, es handelt sich dabei um kleine Helferlein aus dem Hause Google, die der Internet-Konzern jetzt aber abschaffen will. Der Frühling steht schließlich vor der Tür. Also bietet sich ein gründlicher Frühlingsputz doch förmlich an. Die Nachfrage nach den drei Tools sei nur gering gewesen. Deswegen werden sie nun eingestellt, hieß es von Seiten Googles. Im Falle einer vierten Anwendung namens Sky Map will Google selbige als Open Source weiterlaufen lassen. Die Arbeit an der Android-App wird mit Unterstützung der Carnegie Mellon University und deren Werksstudenten fortgesetzt.

Picnik geht am 19. April vom Netz

Bei Picnik handelt es sich um ein Tool, das von der Usergemeinde wohl am schmerzlichsten von allen abgesetzten vermisst werden könnte. Dabei handelte es sich um einen Foto-Editor, mit dem sich Bilder direkt in der Foto-Community Flickr bearbeiten ließen. Am 19. April 2012 wird die Anwendung vom Netz gehen. Bis dahin können User ihre Fotos sichern und die Premium-Funktionen des Tools sogar kostenlos nutzen. Danach ist Schluss mit Picnik. Die Entwickler der Anwendung sollen künftig vermehrt an der Entwicklung von Picasa und dem sozialen Netzwerk Google Plus arbeiten – und möglicherweise Features von Picnik in diesen Anwendungen dann integrieren.

Schlussstrich auch für Urchin und Social Graph API

Neben Social Graph API und Urchin streicht Google außerdem den Message Email-BackUp-Service für Firmenkunden aus dem Programm. Im Juni 2012 soll dann auch der Abpfiff des Datenbank-Dienstes Needlebase ertönen. Urchin war einst dazu gedacht, die vom Server erstellten Logdateien auszuwerten. Mit der Social Graph API, die Google vor ziemlich genau vier Jahren einführte, war es möglich, Beziehungen von Personen und Webseiten anzuzeigen und auszuwerten.

© Bild: flickr/Magnet 4 Marketing dot Net