Täglich werden über 300 Millionen Fotos hochgeladen – alleine bei Facebook. Das größte soziale Netzwerk der Welt verarbeitet inzwischen etwa 500 Terabyte neue Daten, ein guter Teil davon entfällt auf Fotos.

Das ist natürlich auch der Technik geschuldet, denn das Smartphone ist schnell gezückt, dank (beinahe) ständiger Internetverbindung ist auch die Upload-Taste schnell gedrückt.

Das Internet heute: Bildersuche für alle Altersklassen

Man muss nicht lange im Internet suchen, um die Fülle an hochgeladenen Fotos bestaunen zu können. Webseiten wie hd-gbpics.de geben einen guten ersten Eindruck dessen, was sich in den Tiefen des Webs verbirgt. Facebook hatte (und hat) eine Schlüsselrolle bei dieser Entwicklung, denn parallel zu den steigenden Mitgliederzahlen wuchs auch die Zahl der eingestellten Fotos. Diese kommen inzwischen überwiegend von Mobilgeräten, und die Community profitiert davon, auch wenn die Bilderflut manchmal schon fast zu gewaltig erscheint.

Nur Facebook? Von wegen.

Nun steht Facebook schon lange nicht mehr alleine auf weiter Flur. Um die Bedeutung von Fotos in der heutigen Webkultur zu untermauern, reicht ein Blick auf die Struktur anderer erfolgreicher Netzwerke – allen voran tumblr und flickr. Dem unwissenden Beobachter erscheinen die beiden (ebenfalls amerikanischen) Seiten sogar als reine Fotoseiten, was sie genau genommen auch sind, bloß eben mit weiteren Features, teils Blog, teils soziales Netzwerk. Dass die Verlinkungen und Share-Funktionen mittlerweile netzwerkübergreifend funktionieren, ist nur logisch.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“

Dieses alte Sprichwort trifft im neumodischen Web 2.0 umso mehr zu. Auf dem Microblog Twitter werden viele Beiträge nur noch in Fotoform verfasst, schriftverbale Anmerkungen dazu kommen meistens nur noch in Form sogenannter Hashtags („Kürzel“) vor. Es werden also nicht mehr viele Worte verschwendet.

Auf tumblr, Instagram und Co. sieht es kaum anders aus. Schon die Struktur dieser Plattformen zeigt, dass Fotos dort sogar noch viel größer geschrieben werden als bei Facebook, das nebenbei auch als ernsthafte Kommunikations- und Spieleplattform genutzt wird.

Einfachheit als Schlüssel

Das Internet ist schnelllebig und überladen. Damit der Spaß daran nicht verloren geht, ist Einfachheit die oberste Maxime. Es werden keinerlei technische Kenntnisse benötigt, um Bilder blitzschnell und zielgerichtet hochzuladen – vom Kleinkind bis zum Rentner kommt jeder mühelos zurecht.

Das hat auch für Intensivnutzer viele Vorteile. So können Urlaubsbilder direkt aus dem Hotelzimmer mit wenigen Klicks in die digitale Welt hochgeladen werden, dasselbe gilt für frische Fotos von Partys, Hochzeiten, aus dem Uni-Hörsaal, vom Sportplatz oder aus dem Café. Netter Nebeneffekt: Einmal hochgeladen, sind die Bilder gleichzeitig auch vor Datenverlust gesichert, genau wie in einem Cloud-Speicher also. Die hauseigenen Cluster-Server der sozialen Netzwerke sorgen dafür.

Da sich die Fundamente der verschiedenen Plattformen zwar nicht vom Prinzip, aber im Detail unterscheiden, steht auch der parallelen Nutzung nichts im Wege. So sind Twitter oder flickr schon längst keine Alternativen zu Facebook mehr, sondern werden als Ergänzung verstanden. Spontane Uploads ohne viel Drumherum gehen dort nun einmal besser von der Hand.

Wer dagegen ein ganzes Urlaubsalbum mitsamt Beschreibungen hochladen und anschließend darüber online diskutieren möchte, der ist bei Facebook gut aufgehoben. Für jeden Fall das richtige Netzwerk also. Da darf es nicht überraschen, dass es mittlerweile über 100 Netzwerke gibt, von denen viele dem Normalnutzer nichts sagen.